Ard und ZDF kneifen bei der Tour
ARD und ZDF haben mit sofortiger Wirkung “vorerst” die Berichterstattung von der Tour de France eingestellt. Stört mich ja an sich recht wenig, fernsehen kann ich hier sowieso nicht… Aber leider ist davon auch der Ticker auf tour.ard.de betroffen. Für alle Geschädigten bietet Live-Radsport.ch einen (zwar nicht ganz so tollen) Live-Ticker in Flash.
An sich schon ne Unverschämtheit, nur weil ein Fahrer verdächtigt wird vor der Tour gedopt zu haben, die komplette Berichterstattung über alle Fahrer einzustellen. In unserer Gerichtbarkeit gilt zum Beispiel eine sog. Unschuldsvermutung, aber sowas scheinen ARD und ZDF leider nicht zu kennen. Und bestrafen sie mit dieser Aktion nicht eher den interessierten Zuschauer? Eurosport wirds wohl freuen, Quoten hoch –> Kohle hoch…
Update: Live-Radsport.ch macht beim Boykott nicht mit, Gut so!
Das die öffentlichen Sender ARD und ZDF ihre Tourberichterstattung mit sofortiger Wirkung eingestellt haben, ist mittlerweile bekannt. Wir werden uns solchen harten Maßnahmen nicht anschließen, weil wir glauben, dass diese Vorgehensweise dem Radsport nicht wirklich helfen kann. LIVE-Radsport wird weiter von der Tour berichten.
























Marc sagt
am 18. Juli 2007 @ 15:16
Es ist stundenlanges radfahren… sollen lieber n paar Dokus zeigen und ihrem Bildungsauftrag nachkommen ^^
Patrick Seeger sagt
am 18. Juli 2007 @ 15:18
Aber nebenher den Ticker lesen ist interessant… Ausserdem sind die Alternativen der ARD eher grausamer Natur… nix Doku, die finden sicher noch die erste Lindenstraße Folge…
Tristan sagt
am 21. Juli 2007 @ 19:17
Die Unschuldsvermutung gilt bei Doping generell nicht. Da steht auch im Gegensatz zum sonstigen Rechtsverstaendnis der Fahrer/Sportler in der Schuld seine Unschuld zu beweisen und nicht umgekehrt…
Stefan sagt
am 25. Juli 2007 @ 12:00
Ich finde die Entscheidung richtig.
Solange Radfahrer sich mit Aussagen wie “Ich habe mir das Knie aufgeschlagen und nun hat sich mein Blut so verändert das es ausieht wie Fremdblut” versuchen aus einer positivien Dopingprobe herrauszureden, haben die Fahrer noch nicht begriffen wie sehr sie ihrem Sport schaden.
Für mich braucht der Radsport einen Neuanfang.
Und wenn sich dieser Neuanfang nur über Medienboykotte und andere Sanktionen durchsetzen läst weil die Radler und ihre Manager immernoch meinen das sie mit Doping weiterkommen, dann ist das halt so.
Warum läst ein Rennstall eigendlich nicht jede Woche seine Fahrer von unabhänigen Prüfern testen und kann somit seine Sauberkeit dokumentieren.
Das hat nichts mit der Umkehrung der Unschuldsvermutung zu tun, sondern würde für Tranparenz, Offenheit und Ehrlichkeit stehen.
Aber sowas trauen sich die Radler die so gegen das Doping wettern und die behaupten das sie sauber sind nicht. Warum wohl? Das hat doch n Gschmeckle